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Modelle der Landschaft - Muotatal-Relief

Muotatal-Relief Bild 43
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Das Relief versetzt uns in die Zeit der Französischen Revolutionskriege. Russland und Österreich wollten gemeinsam Frankreichs Expansion bremsen, die französisch besetzten Gebiete in Italien und der Schweiz befreien und damit auch eine Helvetische Republik verhindern. Nach verschiedenen Schlachten in Norditalien kam es im Schwyzerischen Muotatal am 30. September und am 1. Oktober 1799 zu weiteren Kämpfen zwischen den französischen Truppen unter General Massena und den russischen Truppen unter General Suworow.

Das Relief im Gletschergarten zeigt diese mehrphasigen Kämpfe als Zeitraffer dargestellt. Geschaffen wurde es in zweijähriger Arbeit von einem Augenzeugen der Schlacht, dem späteren Hauptmann J.S. Nideroest aus Schwyz. Nideroest hatte die Kampfhandlungen als Jugendlicher auf einem Hochsitz über der Felswand beim Dörfchen Illgau mitverfolgt.

Mit rund 700 von Nideroest selbst gegossenen Zinnsoldaten sind die Kampfeshandlungen dargestellt. Anderes Kriegsgerät ist ebenfalls aus Zinn gefertigt und auf dem Relief zu sehen. Dies bietet dem Betrachter ein realistisches Bild der damaligen Ereignisse. Der Massstab des Reliefs beträgt ungefähr 1:2'500. Seit 1873 ist es im Besitz des Gletschergartens Luzern. 

Auf einer Vortragsreise wurde das Relief in verschiedenen Hauptstädten Europas gezeigt und stiess besonders in Militärkreisen auf grosses Interesse. Oscar Wüest, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Gletschergarten und der Militärhistoriker Marc Rellstab haben in jüngster Zeit aufgrund neuer Literaturstudien die Zinnsoldaten dem tatsächlichen Geschehen folgend neu platziert. Aktualisierte Anschriften fassen das Geschehen im Muotatal graphisch ansprechend und klar verständlich zusammen.

 

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