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Sonderausstellungen - Eisblumen

Eisblumen Bild 381

Verborgene Wunderwelt im winterlichen Mikrokosmos

Sonderausstellung vom 26. November 2010
bis 16. Oktober 2011

 

 

Geheimnisvolle Welt der Eisblumen

Unsere dreiteilige Bilderausstellung nimmt sich dem Phänomen Eisblumen in seiner ganzen Breite an: von Schneekristallen über Kamm- und Bandeis bis zu den klassischen Eisblumen an Scheiben und Spiegeln. Ihren unterschiedlichen Entstehungsorten entsprechend, sind sie in unserer Ausstellung der Luft, dem Wald oder der Blockhütte zugeordnet.

Faszination Eisblumen: erkunden und staunen.
Die Formenvielfalt ist unergründlich, immens und faszinierend. Dies entdeckte auch die Wissenschaft. So zum Beispiel der berühmte Physiker Johannes Kepler: Er hat sich in seinem 1611 erschienenen Werk "Strene seu De Nive Sexangula" intensiv mit dem Mikrokosmos Schnee befasst. Und der als "Snowflake Man" bekannte Amerikaner Wilson A. Bentley (1865-1931) hat die fast unüberblickbare Vielfalt der Schneekristalle photographisch festgehalten und in seinem 1931 erschienenen Standardwerk "Snow Crystals" 2400 verschiedene Kristallformen unterschieden.

"Mauerblümchen" - das Phänomen Haareis.

Neben diesen atmosphärischen "Eisblumen" zeigt der Gletschergarten auch Eisformen, die auf Waldböden und an pflanzlichen Stängeln beobachtet werden können. Ein ganz besonderes und wenig beachtetes Phänomen ist das sogenannte Haareis, dessen Erforschung erst in den letzten Jahren systematisch vorangetrieben wurde und eng mit dem Schweizer Wissenschaftler Gerhart Wagner (1920) verbunden ist.

Erstmals dokumentiert: Haareis-Bildung im Zeitraffer.
Durch die Zusammenarbeit mit Gerhart Wagner ist es dem Gletschergarten gelungen, Haareis zu züchten und dessen Entstehung zu filmen. Zum ersten Mal überhaupt zeigen wir den geheimnisvollen Vorgang der Haareis-Bildung als Zeitraffer, verbunden mit einem Portrait von Gerhart Wagner.
Eisblumen - eine aussterbende Spezies? Bilden Sie sich in unserer Ausstellung Ihr eigenes Urteil und öffnen Sie Ihre Augen für das faszinierende Kleine und Unscheinbare.

Eine Eismaschine
Seit 20. Januar ist die Ausstellung ergänzt durch einen Eiskristallisator. Damit kann von blossem Auge das Wachstum eines Eiskristalls beobachtet werden. Mit einem Peltier-Element wird die Temperatur eines Siliziumplättchens schnell auf -10°C heruntergekühlt. Aus der Feuchtigkeit der Luft bilden sich Eiskristalle. Für eine detaillierte Betrachtung steht ein Videomikroskop zur Verfügung.

Eisblumen Bild 383
Eisblumen Bild 384
Eisblumen Bild 385

 
Unser Rahmenprogramm:

Die Filmpremiere
Anlässlich der Vernissage zeigen wir als Premiere den Kurzfilm über den Forscher Gerhart Wagner, der unsere hauseigenen und exklusiven Bilder der Haareis-Entstehung kommentiert. Donnerstag 25. November, 18:30 Uhr.

Der Vortrag: Schnee - ein aussergewöhnliches Material.
Obwohl die Gesetze der Physik auch für Schnee gelten, stösst man bei seiner genaueren Untersuchung auch auf überraschende Phänomene. So erkennt man beim Betrachten einer verschneiten Landschaft kaum, dass sich der Schnee ständig verändert. Der Grund dafür ist, dass der kalte Schnee eigentlich als Hochtemperatur-Material betrachtet werden muss. Auch die optischen Eigenschaften von Schnee sind ziemlich überraschend, gibt es doch Bereiche des Spektrums, in denen der Schnee nicht weiss, sondern schwarz ist. Der Vortrag erklärt einige dieser Erscheinungen und erläutert Forschungsarbeiten, die dazu am WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos durchgeführt wurden.
Referent: Dr. Martin Heggli, SLF Davos
Donnerstag 20. Januar, 18:15 Uhr (Kollekte)

Die Schneekönigin, mit Jolanda Steiner
Die bekannte Luzernerin Jolanda Steiner erzählt: "die Schneekönigin" von Hans Christian Andersen. Instrumentalistinnen und Instrumentalisten der Musikschulen Eschenbach und Luzern musizieren unter der Leitung von Franziska Ruckli.
Mittwoch 23. März, 14-15 Uhr und 15:30 bis 16:30 Uhr.

 

Sehen Sie auch die Bildgalerie der Vernissage vom 25. November 2010.

Flyer Eisblumen, PDF

a-gmuer.net