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Sonderausstellungen - Gletscher der Welt

Gletscher der Welt Bild 516

Gletscher der Welt
Kongsbreen, Khumbu, Kahiltna & Co.
Fotografien von Jürg Alean und Michael Hambrey 

Verlängert bis 10. April 2016
Flyer (PDF)

Sehen Sie dazu auch die Bildgalerie von der Vernissage.

 

Der Kongsbreen auf Spitzbergen, der Khumbu in Nepal und der Kahiltna in Alaska: Noch fliessen sie, die grossen Gletscherströme und Eisschilder der Welt. Doch nur den wenigsten ist es vergönnt, die faszinierende Welt der Gletscher aus nächster Nähe zu erleben. Der Gletschergarten aber macht’s möglich: Zusammen mit dem Glaziologen und Fotografen Jürg Alean hat er eine Ausstellung gestaltet, in der sich grossformatige Panoramen von Gletschern aus aller Welt neben Bildern von geheimnisvollen Eisstrukturen, Tieren und Pflanzen zu einem starken Eiserlebnis verdichten.

Und ebenso spektakulär wie ungefährlich: Die Ausstellung wird durch eine Gletscherspalte betreten.

Gletscher der Welt Bild 519


Vortragsreihe

In der Vortragsreihe zur Ausstellung beleuchten Glaziologen und Klimaforscher den aktuellen Stand des Wissens rund um die globale Eisschmelze. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Klimaerwärmung auf die Gletscher auswirkt und mit welchen regionalen und globalen Auswirkungen zu rechnen ist.

Polare Eisschilder und Meeresspiegel - wie sieht unsere Zukunft aus?
Donnerstag 4. Dezember 2014, 18:15. Kollekte.
Die mittleren jährlichen Lufttemperaturen auf dem grönländischen Eisschild haben sich seit 1991 um 3-4 Grad erhöht. Der damit verbundene Eisverlust entspricht einem Anstieg des Meeresspiegels um ca. 1 mm pro Jahr. Im Jahr 2100 dürfte der Meeresspiegel bis zu einem Meter höher liegen als heute. Messungen mit Radarsystemen und Videoaufnahmen lassen vermuten, dass die erhöhten Schmelzwassermengen und Eisfluss-Geschwindigkeiten im Ablationsgebiet der Gletscher dazu führen, dass Schmelzwasser durch «Moulins» und Spalten bis an die Unterseite des Eisschildes eindringt. Der Vortrag beleuchtet unter anderem neue Erkenntnisse dieser unterirdischen hydrologischen Kanäle und den Beitrag der schmelzenden Eismassen zum Meeresspiegel-Anstieg.
Prof. Dr. Konrad Steffen, Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Birmensdorf.

Schwindendes Eis und neue Seen im Hochgebirge
Donnerstag 22. Januar 2015, 18:15. Kollekte.
Als Folge des Klimawandels entwickelt sich im noch vergletscherten Hochgebirge wahrscheinlich für lange Zeit eine neue Landschaft von Fels, Schutt, spärlicher Vegetation und zahlreichen Seen. Die neuen Seen sind attraktiv für den Tourismus und interessant für die Wasserkraft, können aber auch gefährlich sein und dürfen deshalb nicht in jedem Fall sich selber überlassen werden. Wie gehen wir mit den entsprechenden Chancen und Risiken um? Interdisziplinäre Forschung im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 61 zu nachhaltiger Wassernutzung erarbeitete Grundlagen für die Planung.
Prof. Dr. Wilfried Haeberli, emeritierter Professor für Glaziologie, Geomorphodynamik und Geochronologie an der Universität Zürich.

Gletscher der Axel Heiberg-Insel
Montag 9. März 2015, 18:15. Kollekte.
Die kanadische Axel Heiberg-Insel hat in Bezug auf Landschaft und Klima vieles gemeinsam mit der Schweiz während der letzten Eiszeit. Es verwundert daher nicht, dass dort 1959 unter Schweizer Beteiligung eine Forschungsstation errichtet wurde. Anlässlich glaziologischer Beobachtungs- und Messkampagnen verbrachte Jürg Alean 1976, 1977 und 2008 mehrere Monate auf Axel Heiberg. Der Vortrag zeigt die Besonderheiten und Veränderungen der arktischen Gletscher, eisgestauten Seen und farbenprächtigen Geologie. Am Rand der Eisriesen begegnen wir einer erstaunlich vielfältigen Flora, aber auch Karibus, Schneehasen und Polarwölfen.
Dr. Jürg Alean, Glaziologe, pens. Gymnasiallehrer.

Alpine Gletscherveränderungen im globalen Kontext
Dienstag 28. April 2015, 18:15. Kollekte.
Der globale Klimawandel zeigt sich deutlich in der Veränderung der alpinen Gletscherlandschaft: In den letzten 150 Jahren ging mehr als die Hälfte der Gletscherfläche in den Alpen verloren. Basierend auf aktuellsten Zahlen zeigt der Vortrag das Ausmass der Gletscherveränderungen im globalen Kontext und die möglichen Folgen auf den regionalen Abfluss und den globalen Meeresspiegelanstieg.
PD Dr. Michael Zemp, Direktor des World Glacier Monitoring Service, Universität Zürich.

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